Realisierte WMS-Projekte
SALT Solutions GmbH

Warehouse Management System ([s]-warehouse) für das Landesbetriebs-Krankenhaus und Hansetrans
Kunde
LBK Hamburg/Hansetrans Holding Krankenhauslogistik
Fertigstellung
31.08.2001
Branche
- Logistikdienstleister
Beschreibung
Aufgabenstellung
Ziel der Zusammenarbeit ist die massive Kostensenkung im Bereich Logistik und Beschaffung mit gleichzeitiger Entlastung des Pflegepersonals. Derzeit werden mehr als 400.000 Patienten pro Jahr durch die LBK versorgt.
Die Idee ist so simpel wie bestechend zugleich: Statt jede Einrichtung ihr Klinikmaterial wie Spritzen und Verbände sowie ihre Verbrauchsartikel bei Hunderten von Herstellern selbst bestellen, lagern und auf die einzelnen Stationen verteilen zu lassen, wird der Logistikprozess stark rationalisiert. Herzstück des Projektes mit einem Volumen von ca. 7,5 Millionen Euro ist das neu gebaute Zentrallager in Hamburg-Finkenwerder . Bei der Planung wurden mehrere Ziele gleichzeitig verfolgt: Der LBK-Einkauf sollte zentralisiert und gestrafft, die Waren bedarfsgerecht gelagert, kommissioniert und beschleunigt an die Stationen ausgeliefert werden. “Mit dem neuen Lager und zahlreichen weiteren Maßnahmen haben wir bereits im ersten Jahr mindestens einen zweistelligen Millionenbetrag gespart”, berichtet LBK-Vorstandssprecher Heinz Lohmann.
Wesentlicher Bestandteil des Konzepts ist das Warehouse Management System ([s]-warehouse) von SALT, dem IT-Partner des LBK und Hansetrans vor Ort. [s]-warehouse steuert alle Ein- und Auslagerungsprozesse - und das sind nicht wenige: 1000 Lieferanten liefern bis zu 5000 Artikel an, die in verschiedenen Lagertypen eingelagert werden müssen.
Neben den üblichen Fachbodenlagern, Blocklagern und Hochregallagern verfügt das Logistikzentrum über ein Sterilgutlager mit Schleuse. Dort arbeiten speziell geschulte Mitarbeiter unter strengen Hygienebestimmungen. [s]-warehouse ist in der Lage, diese besonderen Anforderungen der Sterillagerung, wie die separate Kommissionierung, abzubilden. Die Auslagerung der Sterilprodukte erfolgt nicht, wie üblich, nach dem FIFO-Prinzip (ausgelagert wird das, was zuerst eingelagert wurde), sondern nach dem Ablaufdatum der Verpackungen. So konnte durch [s]-warehouse der Anteil der Sterilprodukte, der aufgrund eines abgelaufenen Mindesthaltbarkeitsdatums aussortiert (“verschrottet”) werden muss, drastisch gesenkt werden. Eine weit größeres Herausforderung als die besonderen Parameter im Sterilgutbereich stellte allerdings die äußerst komplizierte Gebindestruktur dar, die im medizinischen Sektor verwendet wird. Spritzen werden beispielsweise auf den Stationen in kleinen Mengen verpackt benötigt, aber seitens des Lieferanten als Palettenware angeliefert. [s]-warehouse kann eine komplette Palette als auch die einzelnen Gebindegrößen, bis hin zur einzeln verpackten Spritze erfassen. Das macht sowohl den Bestellvorgang als auch die spätere Kommissionierung für die Krankenhäuser einfacher und vor allem eindeutiger. Bestellungen mit unklaren Mengenangaben gehören der Vergangenheit an. „[s]-warehouse hat die Ablaufsicherheit unserer Logistikprozesse spürbar verbessert“, resümiert Oliver Lehmann, Bereichsleiter Krankenhauslogistik bei Hansetrans.
Ausgeliefert werden die Materialien einmal am Tag per Lkw. Für besonders eilige Lieferungen steht aber ein Kurierdienst zur Verfügung, der eine Belieferung direkt auf die Station innerhalb von zwei Stunden garantiert. Bei der Kommissionierung und Auslieferung werden Mehrweg-Transportboxen verwendet. Die Verwaltung erfolgt mit Barcodes und Scannern: Egal ob Ein-, Auslagerung oder Auslieferung – jede Bewegung wird vom System quittiert. [s]-warehouse erzeugt dazu eigene Dokumente sowie Label mit Anlieferadressen zur Beschriftung der Transportboxen. Bedarfe der einzelnen Stationen und Einrichtungen werden über die SAP-Module MM abgewickelt: Jede Station kann über das ERP-System mit [s]-warehouse kommunizieren. Statt einer Schnittstelle kommt das so genannte IDoc (Intermediate Document) für den Datenaustausch zum Einsatz. Das System ist äußerst ausfallsicher. Sollte doch einmal die Leitung zwischen Lager und Krankenhaus gestört sein, sammelt ein Puffer alle zu speichernden Informationen und sendet diese später nach. Fazit: Durch [s]-warehouse konnten die Lager in den Krankenhäuser bis auf einen Handbestand reduziert und bei einem umgeschlagegenen Materialvolumen von derzeit 150 Millionen Euro die Kapitalbedingung so wesentlich verringert werden.
Projektlaufzeit
12 Monate
Systemkomponenten
HP L 2000
Benötigte Software
- SAP R/3 – BC
- Datenbank
- Oracle
Systemumgebung
UNIX (HP-UX)
Externe Schnittstellen
SAP-Schnittstelle
Ansprechpartner
Sven Ludwig
Vertrieb
Telefon: +49 (931) 3573 - 400
sven.ludwig@salt-solutions.de
































































































